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Veränderung

Der Winter ist schon fast wieder vorbei und das Leben rauscht rasend schnell an mir vorbei.
Ich wurde anfang Januar, wie nicht anders zu erwarten war, ausgemustert.
Beziehungsweise musste ich nicht mal zur Musterung, ich wurde direkt vom Wehrdienst befreit, als die Ärzte dort von meiner Knieverletzung gehört haben.
Ich habe gemischte Gefühle was das angeht, auf der einen Seite wollte ich nie Wehrdienst leisten, auf der anderen Seite aber vielleicht bei der Bundeswehr studieren, was ohne die Grundausbildung nicht möglich ist.
Dabei geht es meinem Knie schon wieder besser, habe zwar immer noch Schmerzen bei der Streckung und wenn sich das Wetter ändert, aber allgemein ist es okay und sogar die Lähmung ist etwas zurückgegangen.
Ich habe ende November mit Kraftsport angefangen, weil es das einzige ist was ich noch machen konnte mit gelähmten Fuß und ich muss sagen, dass es Spaß macht. Das Gefühl an seine Grenzen zu gehen und die Kontrolle über seinen Körper zu haben ,kommt fast an das tolle Gefühl heran dass man bei Mannschaftssportarten hat, obwohl es komplett anders ist.
Mit dem Training habe ich auch meine Ernährung umgestellt, ich kann es jedem empfehlen. Man fühlt sich belastbarer, ausgeglichener und hat allgemein einfach bessere Stimmung und mehr Motivation große Dinge in Angriff zu nehmen.
Die neue Energie hat sich nicht nur auf meine Freizeit, sondern auch auf meine schulischen Leistungen ausgewirkt, die sich klar verbessert haben, und auch das Selbstvertrauen ist gestiegen, ich bin wieder zufrieden mit mir, was ich, als ich nach der OP nur 59 Kilo wog, definitiv nicht war.
Ich habe in letzter Zeit eine harte Lektion lernen müssen.
Ich sollte mich anscheinend nicht für Freunde verantwortlich fühlen und ihnen sagen was ich finde, was sie falsch machen.
Ich fand es zum Beispiel scheiße, dass Freunde von mir mit regelmäßigem Kiffen angefangen haben. Ich weiß am Beispiel anderer Freunde wie man davon abstürzen kann und habe deshalb gesagt wie scheiße ich das finde und das sie aufhören sollten, nicht weil ich den Lehrer spielen wollte, sondern nur weil ich mir Sorgen machte. Man fühlte sich jedoch dadurch persönlich angegriffen und so kam es zu Streit. Ich musste letztendlich einsehen, dass ich die Personen nicht ändern kann sondern sie akzeptieren muss wie sie sind. Wenn sie sich verändern und die Kurve nicht kriegen ist es nicht mein Problem, dann mache ich halt nichts mehr mit ihnen. Und in 2 Jahren, wenn ich Studiere, werde sie wahrscheinlich sowieso kaum noch kennen. Also habe ich lieber jetzt Spaß mit ihnen solange sie sind wie ich sie kennengelernt habe und streite mich nicht wegen Dingen die da kommen könnten. Trotzdem hat die längere Streitphase tiefe Kratzer in der Freundschaft hinterlassen, meine Fehler werden hoffentlich verziehen, aber wohl nicht vergessen.
21.2.07 20:09
 


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